Ich war ja immer der Meinung, Fahrstil sei etwas, das nur die Steirer besitzen, und das mit zunehmender Entfernung von Graz quadratisch abnimmt. Woran erkennt man auf der Autobahn, dass man sich Wien nähert? An der freien ersten Spur. Warum hat die Autobahn ab Baden vier Spuren? Damit man die erste freilassen und auf den restlichen drei halbwegs normal fahren kann.
Entsprechend natürlich auch mein anfängliches Entsetzen über die Schweizer Fahrkünste: Oh diese Barbaren! Rechts überholen! Herausschneiden vom Beschleunigungsstreifen! Trotz Nachrang in den Kreisverkehr einfahren! Fußgänger, die ohne zu schauen auf den Zebrastreifen springen!
Und dann habe ich vier Monate lang dort gewohnt und bin jeden Tag 40km zur Arbeit und gleich weit wieder zurück gefahren.
Und habe nach meiner Rückkehr nach Graz entsetzt festgestellt: Oh diese Barbaren! Drängeln und kriminell dicht auffahren, statt einfach rechts vorzufahren! Nervöses Herumzuckeln am Beschleunigungsstreifen! Rücksichtsloses Durchsetzen vom Vorrang im Kreisverkehr! Drängeln und Lichthupe geben, wenn jemand vorm Zebrastreifen langsamer fährt, um auf Fußgänger zu achten!
Und die Moral von der Geschicht: Fahrstil definiert sich wohl nur dadurch, woran die meisten Leute in einer bestimmten Gegend gewohnt sind. Es mag wie bei Dialekten mehr oder weniger ästhetische geben, aber solange alle ungefähr denselben Regeln folgen, funktioniert alles bestens.
(Und nein, die Straßenverkehrsordnung erklärt nicht alles. Zum Beispiel hat ein Auto am Beschleunigungsstreifen Nachrang gegenüber dem fließenden Verkehr, darf also nur dann auf die eigentliche Fahrbahn wechseln, wenn dabei kein dort fahrendes Auto behindert wird. Aber was man diesbezüglich unter "behindern" versteht, ist regional sehr verschieden. In der Steiermark zum Beispiel stehen Autos zur Not so lange am Beschleunigungsstreifen, bis auf der gesamten einsehbaren Strecke kein einziges Auto mehr in Sicht ist. In der Schweiz dagegen gilt es durchaus auch noch als "nicht behindern", wenn ein auf der Hauptstrecke daherkommendes Auto noch problemlos von 90km/h auf 40km/h abbremsen kann. Reine Ansichtssache.)
lG Birgit
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Tuesday, December 28, 2010
Saturday, December 18, 2010
Autofahrer vs. Fußgänger
Betrifft: Antrag der Autofahrer dieser Welt, alle Fußgänger und Jogger, die im Winter mit schwarzem oder dunklem Gewand und ohne Reflektorstreifen unterwegs sind, zu erschlagen.
Der Antrag wird hiermit abgelehnt.
Begründung:
Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren vor allem die folgenden beiden Argumente:
1) Um die beschriebenen Fußgänger und Jogger erschlagen zu können, müsste man sie zuerst einmal ausfindig machen. Auf Grund ihrer schlechten Sichtbarkeit gestaltet sich dies aber als schwierig.
2) Bereits jetzt wird ohnehin jedes Jahr ein gewisser Teil der beschriebenen Fußgänger und Jogger bei Autounfällen getötet. Im Gegensatz zum vorgebrachten Vorschlag ist dies zusätzlich selektiv gegenüber denjenigen Fußgängern und Joggern, die zusätzlich zu ihrer schlecht sichtbaren Kleidung auch noch ohne aufzupassen auf Zebrastreifen steigen oder sich auf andere Art im Straßenverkehr gedankenlos verhalten.
Hinweis:
Der Antrag, die beschriebenen Fußgänger und Jogger stattdessen zu teeren und zu federn, wird noch geprüft. Auf Grund der weißen Farbe der Federn, die hierbei zum Einsatz kommen würden, wäre bei diesem Verfahren neben der pädagogischen Wirkung auch eine direkte, sichtbarkeitsverbessernde Wirkung gegeben, die die Sicherheit des Straßenverkehres erhöhen würde.
Der Antrag wird hiermit abgelehnt.
Begründung:
Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren vor allem die folgenden beiden Argumente:
1) Um die beschriebenen Fußgänger und Jogger erschlagen zu können, müsste man sie zuerst einmal ausfindig machen. Auf Grund ihrer schlechten Sichtbarkeit gestaltet sich dies aber als schwierig.
2) Bereits jetzt wird ohnehin jedes Jahr ein gewisser Teil der beschriebenen Fußgänger und Jogger bei Autounfällen getötet. Im Gegensatz zum vorgebrachten Vorschlag ist dies zusätzlich selektiv gegenüber denjenigen Fußgängern und Joggern, die zusätzlich zu ihrer schlecht sichtbaren Kleidung auch noch ohne aufzupassen auf Zebrastreifen steigen oder sich auf andere Art im Straßenverkehr gedankenlos verhalten.
Hinweis:
Der Antrag, die beschriebenen Fußgänger und Jogger stattdessen zu teeren und zu federn, wird noch geprüft. Auf Grund der weißen Farbe der Federn, die hierbei zum Einsatz kommen würden, wäre bei diesem Verfahren neben der pädagogischen Wirkung auch eine direkte, sichtbarkeitsverbessernde Wirkung gegeben, die die Sicherheit des Straßenverkehres erhöhen würde.
Friday, November 12, 2010
I like Opel because...
... after a little fender bender some weeks ago -- how could the car behind me possibly have anticipated that I would brake for a pedestrian? --, my car looked like this:
... while the other car looked like this:
Many thanks to Opel for building proper bumpers:
http://astra.opel.info/astra-home/article/596-new-opel-astra-bumper-helps-lower-cost-of-ownership.html
-- Birgit
... while the other car looked like this:
Many thanks to Opel for building proper bumpers:
http://astra.opel.info/astra-home/article/596-new-opel-astra-bumper-helps-lower-cost-of-ownership.html
-- Birgit
Wednesday, April 14, 2010
Feinstaub erklärt nicht alles
Das Feinstaub-Gesetz (aka Immissionsschutzgesetz Luft) treibt seltsame Blüten. Zum Beispiel in Feldkirch, wo mit Verweis auf dieses Gesetz im gesamten Ortsgebiet die 50er-Zone auf Vorrangstraßen ausgerufen wurde. (Im restlichen Ortsgebiet gilt nach wie vor die normale 50er-Beschränkung wegen Ortsgebiet.)
lG Birgit
lG Birgit
Tunnelblick
Erkenntnis des Tages
Ein Tunnel ist ein Straßenabschnitt, der in der Nacht hell, bei Schnee und/oder Regen trocken und bei Sturm mehr oder weniger windstill ist. Ich verstehe nicht, was daran angeblich so schrecklich sein soll.
lG Birgit
Ein Tunnel ist ein Straßenabschnitt, der in der Nacht hell, bei Schnee und/oder Regen trocken und bei Sturm mehr oder weniger windstill ist. Ich verstehe nicht, was daran angeblich so schrecklich sein soll.
lG Birgit
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