Sunday, June 6, 2010

Mathematik-Übungen

Ein McDonalds in Tiengen hat am 27.05.2010 folgende Preistabelle (leicht gekürzt) für Getränke aushängen:




 0.25l0.4l0.5l
Cola1.10€1.79€2.39€
Orangensaftgetränk1.79€2.19€2.49€


a) Man berechne im Kopf (bzw. schätze ab), welche Größe bei Cola das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

b) Timo hat großen Durst und möchte deshalb genau 2.65l trinken. Was ist die günstigste Kombination von Bechergrößen, wenn er Cola bzw. Orangensaftgetränk trinken will?

lG Birgit

Tuesday, May 18, 2010

Im Übereifer

Wie alle Google-Produkte versucht auch Google Calendar manchmal, schlauer zu sein als der Benutzer. Wenn man zum Beispiel "Treffen in Graz" als Termin anlegt, wird der Kalender automatisch als Ort "Graz" eintragen, und bei "Konzert in Stadthalle" wird als Ort die Stadthalle angegeben. Lästig nur, wenn der Termin "Trends in der Neurorehabilitation" heißt.

lG Birgit

Monday, May 3, 2010

Zerberus*4/3

Heute bei "Richter Alexander Hold" (ja, ich schau den Quatsch manchmal an):

Rechtsanwalt Vorländer: "Hier sitzt ein vierköpfiger Familienvater!"

(Gemeint war: "Hier sitzt der Vater einer vierköpfigen Familie.")

lG Birgit

Thursday, April 29, 2010

Spieltheorie @ Stargate Universe

SPOILER ALERT

Ein kleines spieltheoretisches Gedankenexperiment, aus der letzten Folge von Stargate Universe (1.13 "Faith"):

Gegeben: Ein großes Raumschiff mit zwei Shuttles, eines davon beschädigt. Die beiden Shuttles können auf Planeten landen, das große Schiff nicht. Es gibt keine anderen Möglichkeiten, zwischen Schiff und Planet zu reisen.

Etwa 15 Leute, sowohl Zivilisten als auch Militärpersonal, sind mit dem intakten Shuttle zu einem Planeten geflogen. Es gefällt ihnen dort so gut, dass sie bleiben möchten. Allerdings muss das große Raumschiff bald weiterreisen, und fliegt dabei so schnell, dass die Shuttles dann nicht mehr nachkommen könnten. Eine spätere Rückkehr des großen Schiffes zum Planeten ist höchst unwahrscheinlich, Hilfe von außen ebenso. Sobald das große Schiff weiterfliegt, wären alle auf dem Planeten also dauerhaft dort gestrandet. Ebenso wären aus Sicht des Raumschiffes alle dort zurückbleibenden Personen, Shuttles und Vorräte dauerhaft verloren.

Der Commander (namens Young) des Raumschiffes will die auf dem Planeten verbliebenen Leute (oder zumindest einen Teil davon) sowie das intakte Shuttle wieder zurückholen, notfalls mit Gewalt. Andererseits will er denen, die wirklich zurückbleiben wollen, helfen, indem er ihnen das beschädigte Shuttle überlässt, das zwar gerade noch zum Planeten fliegen kann und dort auch in Bodennähe herumfliegen könnte, von dort aber wegen der beschädigten Antriebe vermutlich nicht mehr zurückkehren könnte. (Noch ist das defekte Shuttle im Hangar des Raumschiffes, mit mäßigen Chancen auf vollständige Reparatur.)


"Lösung" in der Serie: Young fliegt mit dem beschädigten Shuttle zum Planeten und schlägt den Zurückbleibenden dort vor, ihnen das defekte Shuttle zu überlassen, während er mit dem intakten Shuttle und den restlichen Leuten zum Raumschiff zurückfliegt. Es entsteht folgendes Gespräch:
YOUNG: "Ich werde Ihnen das [beschädigte] Shuttle nur unter einer Bedingung überlassen: Das gesamte militärische Personal kehrt mit mir zum Raumschiff zurück. Wenn Sie meinen Vorschlag ablehnen, werden wir Sie alle zurückbringen, und zwar mit Gewalt."
ZIVILIST: "Das können Sie nicht tun!"
YOUNG: "Darauf sollten Sie es lieber nicht ankommen lassen."

So. Es gibt einen selbstgebackenen Gugelhupf für denjenigen oder diejenige, der/die mir als erster antwortet, was die zwei bis drei ganz groben Schnitzer in Youngs Überlegung sind.

lG Birgit

Wednesday, April 28, 2010

What The Fake

Eine meiner neuen Lieblingsserien ist Stargate Universe, momentan jeden Mittwoch um 20:15 auf RTL II. Ich habe nur leider den Fehler gemacht, ein paar Folgen davon auf Englisch anzuschauen. (Auf YouTube findet man alles Mögliche.) Warum das ein Fehler war? Einerseits, weil die Synchronsprecher nie so ganz zu den originalen Stimmen passen, und eine Aufnahme im Tonstudio nie so gut wird wie die Aufnahme, die live am Set gemacht worden ist. Aber damit könnte man ja gerade noch leben.

Wenn man aber andererseits aus reiner Neugier schon einmal die ersten paar Minuten der nächsten Folge auf Englisch angeschaut hat, dann tun Sachen wie die folgende einfach weh:

SPOILER ALERT

(Vorgeschichte in Stichworten: YOUNG ist (militärischer) Commander des Raumschiffs. Die Zivilisten an Bord hatten in der letzten Folge gewaltsam versucht die Kontrolle zu übernehmen, sind aber gescheitert. RUSH ist einer der (zivilen) Wissenschafter an Bord und war (Mit-)Anführer des Aufstandes. In der folgenden Szene unterhalten RUSH und YOUNG sich darüber, dass sie ihre Konflikte in den Griff bekommen müssen.)

Englischer Originaltext:
YOUNG: "Listen to me, the civilians aboard this ship didn't try to take over because they thought I was doing a bang-up job. I get that."
RUSH (sarcastically): "Well, good for you."
YOUNG: "I also get that I have to make this work."

Halbwegs wörtlich-sinngemäße Übersetzung:
YOUNG: "Hören Sie, die Zivilisten an Bord dieses Schiffes haben nicht deshalb versucht, die Kontrolle zu übernehmen, weil sie der Meinung waren, dass ich meinen Job so wahnsinnig gut mache. Das ist mir klar."
RUSH (sarkastisch): "Na, gut für Sie."
YOUNG: "Mir ist auch klar, dass ich das hier irgendwie hinbekommen muss."

Übersetzung in der offiziellen deutschen Synchonisation:
YOUNG: "Wissen Sie, die Zivilisten hier an Bord haben die Führung deshalb nicht übernommen, weil sie der Meinung sind, dass ich meine Arbeit gut mache."
RUSH (entnervt): "Schön für Sie."
YOUNG: "Es leuchtet also ein, dass ich weiterhin diese Aufgabe erfüllen muss."

Bitte könnte man dem Übersetzer dieser Zeilen zuerst einen Grundkurs in Sarkasmus und dann einen in Englisch angedeihen lassen? Bitte? Pretty please with sugar on top?

lG Birgit

P.S.: "Repressurize" übersetzt man mit "[Luft-]Druck wiederherstellen", nicht "Druckfestigkeit wiederherstellen". Selbst wenn letzteres wissenschaftlicher klingt.

Friday, April 23, 2010

Punkt.

Ich predige ja schon lange, dass Interpunktion wichtig ist. Ein besonders schönes Beispiel dafür haben nun aber in Graz ein paar Leute mit einer roten Spraydose geliefert, die auf den Plakaten von Barbara Rosenkranz deren Wahlslogan
"Ohne MUT keine WERTE."
kurzerhand durch Hinzufügen eines kleinen Beistrichs in
"Ohne MUT, keine WERTE."
verwandelt haben.

lG Birgit

Tiebreaker

Nachdem Martin sich ja so schön aufregen kann über Spiele mit mehr als zwei Tiebreakern ("Dass man bei gleich vielen Siegpunkten das verbleibende Geld als Tiebreaker nimmt, find ich ja okay, und meinetwegen kann man, sollten wirklich einmal Siegpunkte und Geld gleich sein, als zweiten Tiebreaker noch Handkarten hernehmen -- aber alles Weitere ist übertrieben."), hier ein Auszug aus dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich und Deutschland, wo es für den umgangssprachlichen Hauptwohnsitz gleich 5 Tiebreaker gibt:

"Ist (...) eine Person in beiden Vertragsstaaten ansässig, so gilt Folgendes:
- Die Person gilt nur in dem Staat ansässig, in dem sie über eine ständige Wohnstätte verfügt.
- Verfügt sie in beiden Staaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie nur in dem Staat ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen hat (Mittelpunkt der Lebensinteressen).
- Kann nicht bestimmt werden, in welchem Staat die Person den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hat, oder verfügt sie in keinem Staat über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat.
- Hat die Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in beiden Staaten oder in keinem der Staaten, so gilt sie als nur in dem Staat ansässig, dessen Staatsangehöriger sie ist.
- Ist die Person Staatsangehöriger beider Staaten oder keines der Staaten, so werden sich die zuständigen Behörden der Vertragsstaaten bemühen, die Frage in gegenseitigem Einvernehmen zu regeln."
[Interpunktion leicht geändert. Original siehe hier, Artikel 4 Absatz (1).]

lG Birgit