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Sunday, June 6, 2010

Mathematik-Übungen

Ein McDonalds in Tiengen hat am 27.05.2010 folgende Preistabelle (leicht gekürzt) für Getränke aushängen:




 0.25l0.4l0.5l
Cola1.10€1.79€2.39€
Orangensaftgetränk1.79€2.19€2.49€


a) Man berechne im Kopf (bzw. schätze ab), welche Größe bei Cola das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

b) Timo hat großen Durst und möchte deshalb genau 2.65l trinken. Was ist die günstigste Kombination von Bechergrößen, wenn er Cola bzw. Orangensaftgetränk trinken will?

lG Birgit

Thursday, April 29, 2010

Spieltheorie @ Stargate Universe

SPOILER ALERT

Ein kleines spieltheoretisches Gedankenexperiment, aus der letzten Folge von Stargate Universe (1.13 "Faith"):

Gegeben: Ein großes Raumschiff mit zwei Shuttles, eines davon beschädigt. Die beiden Shuttles können auf Planeten landen, das große Schiff nicht. Es gibt keine anderen Möglichkeiten, zwischen Schiff und Planet zu reisen.

Etwa 15 Leute, sowohl Zivilisten als auch Militärpersonal, sind mit dem intakten Shuttle zu einem Planeten geflogen. Es gefällt ihnen dort so gut, dass sie bleiben möchten. Allerdings muss das große Raumschiff bald weiterreisen, und fliegt dabei so schnell, dass die Shuttles dann nicht mehr nachkommen könnten. Eine spätere Rückkehr des großen Schiffes zum Planeten ist höchst unwahrscheinlich, Hilfe von außen ebenso. Sobald das große Schiff weiterfliegt, wären alle auf dem Planeten also dauerhaft dort gestrandet. Ebenso wären aus Sicht des Raumschiffes alle dort zurückbleibenden Personen, Shuttles und Vorräte dauerhaft verloren.

Der Commander (namens Young) des Raumschiffes will die auf dem Planeten verbliebenen Leute (oder zumindest einen Teil davon) sowie das intakte Shuttle wieder zurückholen, notfalls mit Gewalt. Andererseits will er denen, die wirklich zurückbleiben wollen, helfen, indem er ihnen das beschädigte Shuttle überlässt, das zwar gerade noch zum Planeten fliegen kann und dort auch in Bodennähe herumfliegen könnte, von dort aber wegen der beschädigten Antriebe vermutlich nicht mehr zurückkehren könnte. (Noch ist das defekte Shuttle im Hangar des Raumschiffes, mit mäßigen Chancen auf vollständige Reparatur.)


"Lösung" in der Serie: Young fliegt mit dem beschädigten Shuttle zum Planeten und schlägt den Zurückbleibenden dort vor, ihnen das defekte Shuttle zu überlassen, während er mit dem intakten Shuttle und den restlichen Leuten zum Raumschiff zurückfliegt. Es entsteht folgendes Gespräch:
YOUNG: "Ich werde Ihnen das [beschädigte] Shuttle nur unter einer Bedingung überlassen: Das gesamte militärische Personal kehrt mit mir zum Raumschiff zurück. Wenn Sie meinen Vorschlag ablehnen, werden wir Sie alle zurückbringen, und zwar mit Gewalt."
ZIVILIST: "Das können Sie nicht tun!"
YOUNG: "Darauf sollten Sie es lieber nicht ankommen lassen."

So. Es gibt einen selbstgebackenen Gugelhupf für denjenigen oder diejenige, der/die mir als erster antwortet, was die zwei bis drei ganz groben Schnitzer in Youngs Überlegung sind.

lG Birgit

Wednesday, April 14, 2010

Feinstaub erklärt nicht alles

Das Feinstaub-Gesetz (aka Immissionsschutzgesetz Luft) treibt seltsame Blüten. Zum Beispiel in Feldkirch, wo mit Verweis auf dieses Gesetz im gesamten Ortsgebiet die 50er-Zone auf Vorrangstraßen ausgerufen wurde. (Im restlichen Ortsgebiet gilt nach wie vor die normale 50er-Beschränkung wegen Ortsgebiet.)

Foto: 50er-Beschränkung in Feldkirch

lG Birgit

Thursday, March 4, 2010

Intelligenz lässt grüßen

Email des Tages, von einer auch sonst nicht ganz intelligent aufgebauten Homepage: "Stimmt diese email-Adresse noch? Wenn nicht, dann (...)"

lG Birgit

Saturday, February 27, 2010

Überraschend

"Mit Überraschungen wird nicht gerechnet," hieß es gerade in den Nachrichten. Naaiiin, das hätt ich aber nicht vermutet...

lG Birgit

Monday, February 8, 2010

Du willst es doch auch!

Auszug aus einem Angebot im Internet:
"Deswegen haben wir beschlossen, Dir eine kostenlose Testversion zur Verfügung zu stellen.

* Du kannst Dir mit dieser einfachen 21-Tage-Testversion (...) das komplette Programm sofort herunterladen.

* Heute musst Du nichts zahlen, bis auf die kleine 3,97 EURO Bearbeitungsgebühr. Das sind weniger als 4 EURO... (...)

* (...)

* Die heutige Bearbeitungsgebühr von läppischen 3,97 EURO wird Dir auf das Deluxe Paket (29,97 EURO) angerechnet, für die Du Dich bereits auf der letzten Seite entschieden hast... die verbleibenden 26 EURO (...) werden heute in 21 Tagen von Deiner Kreditkarte abgezogen."

Kleingedrucktes ist immer lustig, aber das hier hätte sich einen besonderen Award verdient.

Detail am Rande: Die 3,97 EURO beinhalten keine Mehrwertsteuer, sind genaugenommen also mehr als 4 EURO.

lG Birgit

Saturday, February 6, 2010

Lotto

Lotto: Wer mitspielt, kann gewinnen; Wer nicht mitspielt, hat schon gewonnen.

lG Birgit

Thursday, February 4, 2010

Millionenfrage

Auf einer Freilandstraße sind 500m zwischen dem Ende einer 70km/h-Zone und dem Beginn der nächsten. Wenn man auf diesen 500m auf 100km/h beschleunigt und vor der nächsten Zone wieder abbremst, wieviel Zeit gewinnt man dann etwa gegenüber jemandem, der konstant mit 70km/h weiterfährt (unter Annahme idealer Beschleunigung, d.h. von 70km/h auf 100km/h in 0 Sekunden)?
A) 5 Sekunden
B) 6 Sekunden
C) 7 Sekunden
D) 8 Sekunden

Mit freundlichen Grüßen an alle, die auf besagtem Straßenstück schon einmal geglaubt haben, an meiner hinteren Stoßstange kleben zu müssen.

Birgit

Sunday, January 31, 2010

Gür... Gür... Gürkchen?

Vorschlag für eine Studie über das Suggerieren von Wörtern:

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Versuchsanordnung:

Zuerst bekommt die Testperson folgende Wörter präsentiert und soll sich möglichst viele davon einprägen:
Pizza
Gürtel
Skelett
Möhre
Koffer
Nadel
Adresse
Fieber
Zukunft
sowie 10 weitere zufällig ausgewählte Wörter

Nach ca. 15 Minuten Pause bekommt die Testperson folgende Aufgabe:

Sie werden nun jeweils drei Anfangsbuchstaben präsentiert bekommen. Ergänzen Sie diese auf ein Hauptwort (Nomen), verwenden Sie aber bitte keine Eigennamen. Beispielsweise können Sie "Kat" ergänzen auf "Katze", "Katalog", "Kathete", aber nicht auf "katholisch" (kein Nomen) oder "Katharina" (Eigenname). Verwenden Sie bitte das erste Wort, das Ihnen einfällt.
Möh...
Gür...
Zuk...
Ske...
Piz...
Adr...
Nad...
Kof...
Fie...

Erwartetes Ergebnis:
Es ist zu erwarten, dass bis zu 90% der Probanden die Wörter auf die zuvor eingeprägten Wörter ergänzen werden. Natürlich nur auf Grund der vorherigen Suggestion.

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Auch so kann man "Wissenschaft" betreiben.

lG Birgit

Thursday, January 28, 2010

Ideenaustausch

Zwei Studenten bei der Übungsblatt-Einsichtnahme wegen eines Plagiatsverdachts.

Student A: "Wir haben die bisherigen Blätter auch immer gemeinsam gemacht und haben noch nie Probleme bekommen."
Student B (entsetzt): "Sog des net so laut!"

lG Birgit

Thursday, January 14, 2010

Dritte Lager und Prozentrechnung

Apropos dritte Lager: Eine Musterübung in Sachen Prozentrechnung:

Eberau hat 500 Einwohner.
Es soll ein Asylheim mit 300 Plätzen gebaut werden.

Argumentationslinie des dritten Lagers: "Die Anzahl der Asylwerber wäre 60% der Bevölkerung!"

Zugegeben, man kann obige Aussage mit viel gutem Willen so lesen, dass sie nicht völlig falsch ist. Aber ich bin trotzdem für 37.5%.

lG Birgit

Wednesday, January 13, 2010

Radiosender

Nach dem Schreiben dieses Beitrags habe ich über das Thema noch ein wenig nachgegrübelt und bin zu dem Schluss gekommen: Eigentlich ist es dumm von den Radiosendern, sich alle auf dieselbe Zielgruppe zu stürzen.

Nicht nur, dass die Kosten eines Senders ziemlich konstant sind, unabhängig von der Hörerzahl, wogegen die Werbeeinnahmen (vermeitlich) mit der Anzahl der Hörer wachsen. Wenn nun drei Sender mehr oder weniger dieselbe Musik spielen, also dieselbe Zielgruppe haben, teilen sich die Hörer auf die drei Sender auf. In Summe über die drei Sender hat man nun also höhere Kosten bei gleichen Einnahmen. Aber gut, für den zusätzlichen Sender, der sich zu den schon vorhandenen in die Zielgruppe dazuhineindrängt, mag sich das trotzdem noch auszahlen.

Nein, darüber hinaus sinkt die Summe der Werbeeinnahmen der drei Sender dadurch, dass sie dieselbe Zielgruppe haben. Warum?

Nehmen wir ein Beispiel. Nehmen wir eine 23-jährige Studentin aus Graz, die beim Autofahren meist Radio hört. Früher meist Antenne Steiermark. Heute Antenne Steiermark, Ö3 und Kronehit, weil die drei eh fast die gleiche Musik spielen. Was also mache ich, wenn auf einem der drei plötzlich Werbung daherkommt? Richtig! Ich schalte weiter zum nächsten. Wenn dort fünf Minuten später auch Werbung kommt? Weiter zum dritten! Wenn dort zufällig gleichzeitig Werbung läuft? Dann eben wieder zum ersten, dort ist sie nämlich inzwischen vorbei.

Ich als Hörer finde das ja ganz wunderbar: Ich höre nur mehr Musik und keine Werbung mehr. Zugegeben, Ö3 hat schlechtere Verkehrsnachrichten (da für ganz Österreich statt nur Steiermark), und Kronehit ärgert mich damit, dass ich von den Moderatoren dauernd geduzt werde. Aber das sind vernachlässigbare Übel.

Problem: Wenn andere Hörer das genauso wunderbar finden wie ich, werden die Werbeeinnahmen für alle drei Sender recht rasch gegen Null gehen.

Leider leider hängen Werbeeinnahmen halt doch nicht nur von der Höreranzahl ab.

lG Birgit

Sunday, November 29, 2009

97%!

Aus dem Werbetonband in einem Schweizer Supermarkt:

"Heute um 14.99 Franken statt 29.99 Franken. Sie sparen über 97%!"

(Ursprünglich geposted am 13.07.2009 in meinem privaten Blog.)
lG Birgit

Saturday, November 7, 2009

Bis zu 100% mehr...

Ich liebe Werbungen à la "... bis zu 100% mehr...". Irgendwann erfinde ich selber noch ein paar davon.

Zum Beispiel:
"Der 1l-Tetrapack enthält bis zu 100% mehr Inhalt als die 1l-Flasche."

Oder:
"Spielen Sie jetzt Lotto, und Sie können bis zu 43864% mehr verdienen als mit einem gewöhnlichen Sparbuch."

Oder:
"Power-Diesel enthält um 100% mehr Zucker als gewöhnlicher Diesel."

lG Birgit

Friday, October 16, 2009

Heimtückisch

Ich fand schon die Meldungen von alten Windows-Versionen à la "Updates durchgeführt -- Der Computer wird in 15 Minuten neu gestartet" recht heimtückisch, die obendrein keinen "Abbrechen, ich werd schon irgendwann neu starten"-Knopf hatten, sondern nur einen "In 15 Minuten nocheinmal erinnern"-Knopf.

Besonders lästig, wenn man während dieser 15 Minuten nicht am Computer ist. Ich habe es einmal getestet: Windows ist gnadenlos und killt Programme mit ungespeicherten Änderungen einfach. Wer kein Backup gemacht hat, hat Pech gehabt.

Windows 7 allerdings ist richtig heimtückisch. Nicht nur, dass es ebenfalls den "Übrigens, ich starte in 15 Minuten neu"-Dialog hat, es öffnet ihn auch noch im Hintergrund. Hätte ich nicht gerade nachgeschaut, was für Fenster ich gerade offen habe, hätte ich nicht einmal gemerkt, dass ich meine offenen Dokumente schleunigst in Sicherheit bringen sollte.

lG Birgit

Wednesday, August 26, 2009

Aber nicht umgekehrt

Zitat von einer Homepage, sinngemäß: "Man kann zwar gleichzeitig A und B haben, aber nicht umgekehrt."

Da hat wohl jemand das nicht kommutative "und" eingeführt...

lG Birgit

Thursday, July 30, 2009

Numb3rs

Wie schreibt man ein Drehbuch für eine Folge von Numb3rs?

Voraussetzungen:
* Keine mathematische Vorbildung über Hauptschulniveau.

Vorgehensweise:
* Man denke sich irgendein völlig undurchschaubares Verbrechen aus.
* Man öffne in Wikipedia die Übersichtsseite der Kategorie "Mathematik".
* Man klicke auf ein interessant wirkendes Wort.
* Man klicke sich von dort zufällig durch verlinkte Begriffe und notiere die interessant klingenden, bis man etwa 10 gesammelt hat.
* Man suche von den Wörtern mit gleicher Bedeutung jeweils das am kryptischsten klingende aus (zum Beispiel "Kardinalität" statt "Mächtigkeit").
* Man lese einen zufällig ausgewählten populärwissenschaftlichen Artikel aus einem schlechten Wissenschaftsmagazin. (Muss nicht notwendigerweise mit der vorhergehenden Stichwortsuche zu tun haben.)
* Man nehme irgendwelche bewusstseinserweiternden Drogen.
* Man versuche, die im gelesenen Artikel aufgeschnappten Wissensbrocken irgendwie zur Lösung des Verbrechens einzusetzen.
* Man schreibe ein klassisches Krimi-Drehbuch.
* Man nehme die zweizeilige Kurzbeschreibung des Artikels, spicke sie mit den gefundenen Stichwörtern -- wie gesagt ist es irrelevant, ob die Themen überhaupt miteinander zu tun haben -- und baue das ein als Erklärung für die Zuschauer.
* Man nehme die restlichen Texte im Drehbuch und baue in regelmäßigen Abständen die gefundenen Stichwörter ein.

Optional: Man gebe das Drehbuch einem Mathematiker und einem Durchschnittsamerikaner zum Durchlesen. Wenn der Mathematiker nach zwei Seiten Kopfweh hat und spätestens bei der Hälfte den Glauben an die Menschheit aufgibt, und Durchschnittsamerikaner es für höhere Mathematik hält, ist alles in Ordnung.

Zitat des Tages: "... wenn wir von diesen Mengen nun die zweiten Ableitungen betrachten ..."

lG Birgit

Friday, March 27, 2009

Astronomisch

Zitat aus einer Fernsehserie: "Die Wahrscheinlichkeit dafür ist astronomisch!" Wahrscheinlichkeiten liegen zwischen 0% und 100%. Keines davon wirkt astronomisch auf mich.

Aber apropos Astronomie: Auf einem anderen Sender habe ich wieder einmal eine dieser Gewinnfragen entdeckt, die jeder beantworten kann außer einem Wissenschaftler: "Wie werden Entfernungen im Weltall gemessen -- a) in Lichtjahren oder b) in Zentimetern?" Natürlich sind beide Antworten korrekt. ;)

lG Birgit

Thursday, March 19, 2009

Was Kondome mit Zebrastreifen gemeinsam haben

Kondome können nach Ansicht von Papst Benedikt XVI. das Aids-Problem nicht lösen. "Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln. Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem", sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche(...). [1]

Statt der Verwendung von Kondomen setzt das Kirchenoberhaupt ausschließlich auf "eheliche Treue"... und das im 21. Jahrhundert.

Dass die Kirche nach wie vor die Verwendung von Kondomen aus verschiedensten mir schleierhaften Gründen ablehnt, will ich jetzt gar nicht diskutieren. Aber diesmal wird ja nicht mit irgendwelchen religiösen Gründen argumentiert, sondern damit, dass Kondome das Problem angeblich verschlimmern würden.

Das Argument, auf das dieses neueste Zitat hinausläuft, ist glaube ich das, dass Leute, sobald sie glauben, dass etwas sicher ist, sofort unvorsichtiger werden.

Was natürlich nicht ganz falsch ist. Ja, es gibt Leute, die schneller in die Kurve fahren, wenn sie ABS eingebaut haben. Ja, es gibt Leute, die ohne zu schauen über den Zebrastreifen gehen, weil sie sich einbilden, dass ihnen dort ohnehin nichts passieren kann. Ja, es gibt Leute, die einen Selbstverteidigungskurs gemacht haben, und sich danach für unbesiegbar halten und glauben, mitten in der Nacht durch dunkle Parks strawanzen zu müssen.

Trotzdem kommt seltsamerweise keiner auf die Idee, ABS wieder abschaffen zu wollen und stattdessen niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuführen. Oder Zebrastreifen abzuschaffen und stattdessen die Fußgänger dazu anzuhalten, vorm Überqueren der Straße nach links und rechts zu schauen. Oder Selbstverteidigungskurse zu verbieten und stattdessen dunkle Parks besser zu überwachen.

Nicht, dass Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Vorsicht beim Überqueren der Straße oder besser überwachte Parks ein Schaden wären, im Gegenteil. Aber deswegen schafft man doch nicht andere ebenfalls sinnvolle Maßnahmen wieder ab. Und ABS und Zebrastreifen und Selbstverteidigungskurse sind sinnvoll. Selbst wenn es immer wieder ein paar Leute gibt, die Sicherheitsmaßnahmen falsch verstehen und unvorsichtig werden, insgesamt hat jede dieser Maßnahmen sicher mehr Unfälle verhindert als bewirkt.

Ebenso sind natürlich Kondome natürlich nicht das Allheilmittel gegen AIDS. Insbesondere dann nicht, wenn die Verteilung nicht auch mit entsprechenden Bildungsmaßnahmen gekoppelt ist. Ich könnte mir schon vorstellen, dass einige Menschen in Afrika die Dinger für sowas wie Geistertotems halten, mit ein paar bunten Schnüren und Perlen verziert übers Bett hängen, und dann glauben, dadurch sind sie vor AIDS geschützt. (Um ehrlich zu sein, traue ich das auch einigen europäischen und amerikanischen Jugendlichen zu.)

Sicher hilft auch eheliche Treue, die Verbreitung von AIDS in Afrika einzugrenzen. Aber Betonung auf "auch". Dieses entweder-oder ist einfach sinnlos.

lG Birgit

[1] http://www.tagesschau.de/ausland/papstafrika100.html